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Підвищення цін на пшеницю внаслідок війни впливає на країни з низьким рівнем дох

Importländer für Weizen sind insbesondere betroffen, zumal das auch häufig Schwellenländer mit geringer Kaufkraft sind und es dort besonders drastische Auswirkungen auf die Ernährung der Bevölkerung hat, was dann in Unruhen münden könnte. Die Preise haben sich von ca. 190 US-Dollar/t in 2020 auf 240 US-Dollar/t in 2021 auf jetzt über 350 US-Dollar/t ab Hafen erhöht. Die Regierungen sind alarmiert. Kairo brach wegen zu hoher Preise seine zweite Weizen-Ausschreibung binnen einer Woche erfolglos ab. Pakistan ist bereit, auch außerhalb des Ausschreibungsverfahrens Weizen zu kaufen, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Der Anbau in der Schwarzmeer-Region steht auf wackeligen Beinen, da es den Landwirten an Betriebsmitteln fehlt. Düngemittel wurden aufgrund hoher Preise im Herbst nicht bezogen. Jetzt fällt die Lieferung komplett aus und die Ausbringung müsste ab jetzt stattfinden. Jetzt ist die Frage, wie die Situation in der Ukraine sich entwickelt, ob es genug Diesel, Saatgut, Pflanzenschutzmittel etc. geben wird oder landwirtschaftliche Arbeitskräfte aus dem militärischem Einsatz zurückkehren können.

Wenn die Annahmen der Agrarökonomen nur annähernd zutreffen, dann werden im kommenden Wirtschaftsjahr knapp 60 Mio.t Weizen, 10,5 Mio.t Gerste und 38 Mio.t Mais zum Teil oder gänzlich fehlen. Dies wird zwei Dinge zur Folge haben: Die Welt steht vor einer humanitären Katastrophe. Viele Schwellen- und Entwicklungsländer werden diese Preise nicht bezahlen können, sodass die Anzahl der Hungernden weltweit von derzeit 800 Mio. Menschen deutlich ansteigen dürfte.

Die Veredelungswirtschaft in Europa und darüber hinaus ist meines Erachtens in großer Gefahr, da sich die Kurse für Getreide, Ölsaaten und Proteinfuttermittel für die kommenden Monate auf hohem Niveau weiter befestigen werden. Ich sehe die aktuellen Preise der neuen Ernte 2022 von 680 Euro/t für die Rapssaat, 260 Euro/t für den Brotweizen und knapp 235 Euro/t für die Gerste ab Hof ex Ernte als die niedrigsten Preise in der neuen Saison 2022/23 an, wenn die oben geschriebenen Thesen stimmen. Zu diesen Kursen wird man keine Tiere in Europa mehr mästen können. Oder die Verbraucher können die Preise für Lebensmittel nicht mehr bezahlen. Dies kann einen rapiden Umbau der europäischen Veredelungswirtschaft mit der Aufgabe vieler Betriebe zur Folge haben. Die Lebensmittel werden in Europa deutlich teurer und werden neben den hohen Öl- und Gaspreisen spürbare Inflationstreiber sein.

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